Die Lungen-CT ist eine Untersuchungstechnik zur Erzeugung hochauflösender Bilder, die zur Abklärung von Lungenerkrankungen zum Einsatz kommt. Dabei werden die beiden Lungenflügel so abgebildet, dass eine differenzierte Beurteilung von Gewebestrukturen und pathologischen Veränderungen möglich ist. Zu den Indikationen gehören:
- chronischer Husten,
- der Verdacht auf interstitielle Lungenerkrankungen (schädigen das Zwischengewebe der Lunge),
- Lungenfibrosen und
- die Differentialdiagnostik zum Ausschluss eines Bronchialkarzinoms.
Aber auch die Verlaufskontrolle nach schweren Lungeninfektionen zählt zu den Indikationen.
Die Durchführung der CT-Scans erfolgt häufig im Rahmen eines Low-Dose-Protokolls. Diese ist so angepasst, dass die Strahlenexposition minimiert werden kann, ohne die diagnostische Aussagekraft zu gefährden. Die Detektion feiner Gewebeveränderungen, wie die Milchglastrübungen oder retikuläre Zeichnungen, haben für die Befundung große Bedeutung.
Ein weiterer Vorteil der Lungen-CT besteht in der Möglichkeit, ohne invasive Maßnahmen Aussagen über die Belüftungssituation zu treffen. Unter anderem ist die Atelektase (unvollständige Belüftung) über Verlagerung der Lappenspalten oder Veränderungen in der Transparenz (Verschattungen) und einem Zwerchfellhochstand zu erkennen. Zudem lassen die CT-Bilder bei Patienten mitunter Hinweise auf strukturelle Veränderungen im Lungengewebe erkennen, was auf ein höheres Risiko für schwere Lungenerkrankungen hindeuten kann.